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Juniorcoach-Erzählung

Juniorcoach-Erzählung

Früher ging mein Bruder fast jeden Samstag ins Midnight. Ich durfte damals noch nicht gehen, weil ich noch in der Primarschule war. Seit ich in der Oberstufe bin komme ich auch regelmässig ins Midnight. Ich wollte aber nicht einfach nur ins Midnight gehen, mein Ziel war es ein Juniorcoach zu werden. Aber es gab viele Hindernisse.

Ich hatte am Anfang einen sehr negativen Ruf. Ich war unanständig und machte immer, was ich wollte. Doch ich begann mir Gedanken zu machen. Und dann stellte mir Oli einige Fragen, zum Beispiel was ich denke, wieso er mich nicht Juniorcoach werden lässt und was er davon hätte, wenn ich Juniorcoach würde.

Ich musste positiver rüberkommen und mit der Zeit gelang mir das auch. Ich fing an zu begreifen, was an meinem Verhalten nicht gut war. Ich ging wieder zu Oli und als ich die Fragen beantworten konnte, liess er mich drei Mal schnuppern.

Ich wollte nicht nur ins Midnight zum Sport machen, sondern auch „eine Weiterbildung als Juniorcoach“ machen. Viele Freunde von mir arbeiteten auch im Midnight. Sie erzählten mir sehr viel Positives. Aber auch Negatives, zum Beispiel, dass es mit der Zeit langweilig würde. Aber ich konzentrierte mich nur auf das Positive und habe mein Ziel erreicht.

Ich lerne viele neue Leute kennen, habe gelernt meine Aufträge zu erfüllen, wie man mit einem Team zusammenarbeitet, bin zielstrebiger geworden, zeige Eigeninitiative, bin pünktlich, weiss wie man mit Menschen umgeht, wie ich bei stressigen Situationen reagieren muss und weiss, dass man sich anstrengen muss und nicht aufgeben darf. Ich bin und kann sehr stolz auf mich sein, weil ich fast zwei Jahre kämpfen musste um Juniorcoach zu werden. Ich kann meinen Lehrerinnen und Lehrern sagen, dass ich im Midnight arbeite. Ich werde viel gelobt, dass ich es geschafft habe und meine Eltern können zu Freunden sagen: „Mein Sohn musste zwei Jahren kämpfen um ein Juniorcoach zu werden und er hat es geschafft“. Natürlich stelle ich meiner Mutter und meinem Vater auch einen Teil meines Lohnes zur Verfügung. Auch im Jugendtreff kann ich nun Dinge tun, die meine Freunde nicht dürfen.

 

Jenushan (15), Juniorcoach